London Eye bei Abenddämmerung mit Blick auf die Themse und Westminster Bridge
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London Eye besuchen: Fototipps, Besuchstipps und meine Erfahrung

Eine Glaskapsel, rosa Blumen an den Wänden und der Decke und unter mir die Themse. Eine Fahrt mit dem London Eye.

Das Riesenrad gehört zu den Sehenswürdigkeiten, die man irgendwie schon kennt, bevor man selbst dort war. Postkarten, Reiseführer, Instagram. Und trotzdem ist es was anderes, selbst dort zu sein: Der Ausblick und das goldene Abendlicht über Westminster sind fantastisch.

In diesem Artikel zeige ich dir, von wo du das London Eye am besten fotografierst, was dich bei der Fahrt erwartet und worauf du beim Besuch achten solltest. Los geht’s!

Was macht das London Eye so besonders?

Das London Eye ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Londons. Das Riesenrad steht direkt an der Themse auf der South Bank und überragt mit seinen 135 Metern alles in der unmittelbaren Umgebung.

Was es für Fotografinnen interessant macht: Du hast hier zwei völlig verschiedene Motive. Einmal das Rad selbst, das sich von der gegenüberliegenden Themseseite wunderbar fotografieren lässt. Und einmal den Ausblick aus den Glaskapseln heraus, denn von oben siehst du London auf einen Blick: Westminster, die Themse, den Shard, Canary Wharf bis zu St. Paul’s und der City.

Dazu kommt die Lage. Die South Bank ist ohnehin ein toller Anlaufpunkt und das London Eye liegt mittendrin.

Blick von der Westminster Bridge auf das London Eye mit der Themse im Vordergrund
Von der Westminster Bridge hast du einen großartigen Blick auf das London Eye.

Wie entstand das London Eye und warum ist es so bekannt?

Das London Eye wurde zur Jahrtausendwende errichtet und im Jahr 2000 eröffnet. Die Idee dahinter war simpel: Ein Aussichtsrad als Millenniumsprojekt für London. Was als temporäre Attraktion geplant war, ist heute aus der Londoner Skyline nicht mehr wegzudenken.

Mit 135 Metern war es bei seiner Eröffnung das höchste Riesenrad der Welt. Diesen Rekord hat es inzwischen längst abgegeben, aber zu den größten Aussichtsrädern Europas zählt es noch immer.

32 geschlossene Glaskapseln drehen sich langsam im Kreis, jede davon fasst bis zu 25 Personen. Eine Runde dauert etwa 30 Minuten. Das Rad dreht sich so langsam, dass es zum Ein- und Aussteigen seiner Passagiere nicht einmal anhalten muss.

Hochformat der Kapseln des London Eye vor blauem Himmel
32 Glaskapseln: Jede fasst bis zu 25 Personen.

Wo findest du die schönsten Fotospots am London Eye?

Das London Eye lässt sich von mehreren Standorten fotografieren und jeder davon ergibt ein komplett anderes Bild. Es lohnt sich, nicht nur eine Perspektive einzufangen, sondern ein bisschen herumzugehen und zu schauen.

  • Westminster Bridge: Von der Brücke aus hast du das London Eye fast direkt vor dir. Das Rad füllt das Bild, die Themse liegt darunter, die County Hall im Hintergrund. Ein klassischer Standort, der aber durch das Hochformat richtig stark wirkt.
  • Nordseite der Themse: Vom gegenüberliegenden Ufer, vom Victoria Embankment aus, bekommst du mehr Kontext: Skyline, Brücken, Themse im Vordergrund. Hier kannst du auch mit Vordergrundelementen arbeiten, zum Beispiel mit einer der viktorianischen Laternen, die entlang des Ufers stehen.
Blick vom Victoria Embankment auf das London Eye mit viktorianischer Laterne im Vordergrund
Nordseite der Themse: Die viktorianische Laterne als Vordergrundelement.
  • Parliament Square: Von der richtigen Ecke des Parliament Squares hast du Big Ben und das London Eye auf einem Bild. Foto weiter unten.
  • Direkt unterm Rad: Stell dich direkt darunter und schau nach oben. Die Froschperspektive macht aus dem London Eye ein grafisches Muster aus Stahl, Speichen und Kapseln vor blauem Himmel. Das sind die Bilder, die nicht jede Touristin macht.
Froschperspektive durch die Konstruktion des London Eye mit Kapseln
Mut zur Abstraktion: Die Konstruktion als Motiv.
  • Aus der Kapsel heraus: Während der Fahrt hast du Zugang zu einem Panorama, das du von keinem anderen Punkt bekommst. Westminster, Big Ben, der Shard, Canary Wharf, die Themse mit ihren Brücken. Fotografiere in alle Richtungen, nicht nur in eine.

Wie ist die Fahrt mit dem London Eye?

Die Kapseln sind größer als du vielleicht erwartest. Du kannst sitzen, stehen oder herumgehen, ganz wie du möchtest. Bei uns waren etwa 12 bis 15 Personen in der Kapsel, es war genug Platz für alle.

Was mich überrascht hat: Die Gondeln waren innen mit Blumen dekoriert. Ein kleines Detail, das der Fahrt etwas Besonderes gegeben hat.

Ausblick aus der Kapsel des London Eye auf Westminster und die Themse im Abendlicht
Ausblick aus der Kapsel des London Eye auf Westminster und die Themse im Abendlicht

Wie gelingen dir die schönsten Fotos am London Eye?

  • Wechsle die Perspektive: Geh zuerst und schau, dann fotografiere. Froschperspektive statt Augenhöhe, Ausschnitt statt Gesamtansicht.
  • Zeige mehr als die Totale: Die klassische Gesamtansicht ist schön, aber die interessanteren Bilder entstehen oft woanders: Detailaufnahmen der Gondeln, Konstruktionsdetails, Ausblicke während der Fahrt.
  • Suche nach Linien, Formen und Mustern: Die Speichen, Stahlträger und die Kreisform des Rades führen den Blick automatisch durchs Bild. Diagonalen, Bögen und Wiederholungen machen aus Architekturaufnahmen starke Kompositionen.
  • Integriere Menschen bewusst: Menschen zeigen Größenverhältnisse, erzeugen Atmosphäre und erzählen eine Geschichte. Besonders an Wahrzeichen helfen sie, die Dimensionen des Bauwerks verständlich zu machen.
  • Nutze den Londoner Himmel: Ein Himmel mit Wolken erzeugt Tiefe, Dramatik und räumliche Wirkung. Gerade bei großen Bauwerken lohnt es sich, kurz zu warten, bis eine interessante Wolkenformation ins Bild kommt.
  • Mehr Mut zur Abstraktion: Nur Gondeln, nur Speichen, nur ein Teil des Rades vor Himmel. Gute Architekturaufnahmen zeigen oft nicht das ganze Gebäude.
Detailaufnahme einer Kapsel des London Eye mit Stahlkonstruktion gegen Wolkenhimmel
Detailaufnahme einer Kapsel des London Eye mit Stahlkonstruktion gegen Wolkenhimmel

Welche Fotoausrüstung eignet sich für das London Eye?

Für das London Eye empfehle ich ein Weitwinkel-Objektiv oder ein Standardzoom-Objektiv mit 20 bis 100 mm Brennweite. Die reichen für die meisten Situationen völlig aus: die Außenaufnahmen vom Ufer, die Detailaufnahmen der Gondeln und die Ausblicke aus der Kapsel.

Ein Stativ ist draußen zwar schön, aber nicht zwingend notwendig. In der Kapsel selbst ist es ohnehin nicht erlaubt.

Welche Fotoausrüstung habe ich verwendet?

Ich hatte mein Kit-Objektiv mit 18 bis 135 mm Brennweite und mein Weitwinkel-Objektiv mit 10 bis 22 mm dabei. Für die Außenaufnahmen vom Embankment und von der Westminster Bridge hat das völlig gereicht. Auch aus der Kapsel heraus war es die richtige Wahl.

Reihe von Kapseln des London Eye vor tiefblauem Himmel
Abstraktion statt Totale: Nur ein Teil des Rades reicht für ein starkes Bild.

Wann war ich dort?

Ich war im April dort, Ticketzeit 17:30 Uhr. Das Licht war zu diesem Zeitpunkt schon schön warm, besonders der Blick auf Westminster hat davon profitiert. Für Fotografinnen ist der frühe Abend ein guter Zeitpunkt: kein grelles Mittagslicht, dafür weiches Abendlicht.

Barbara in der Glaskapsel des London Eye mit Blumendekoration und Blick auf die Themse
Die Kapseln waren im April mit Frühlingsblumen dekoriert, ein schönes Detail.

Wie kommst du zum London Eye?

Das London Eye liegt direkt an der South Bank der Themse.

Adresse: Riverside Building, County Hall, Westminster Bridge Road, London SE1 7PB.

Die nächstgelegene Tube-Station ist Waterloo, etwa 5 Minuten zu Fuß entfernt. Folge beim Verlassen des Bahnhofs den Schildern zur South Bank. Waterloo wird von der Jubilee, Bakerloo, Northern und Waterloo & City Line bedient.

Wer von der Nordseite der Themse kommt: Von Westminster Station aus sind es etwa 4 Minuten zu Fuß. Nimm Ausgang 1 und folge den Schildern zum Westminster Pier. Der Weg über die Westminster Bridge lohnt sich ohnehin fürs Fotografieren.

London Eye vom Embankment aus mit Themse und Skyline im Hintergrund
Weitwinkel vom Nordufer: Das London Eye im Stadtkontext.

Wann ist das London Eye geöffnet und kostet der Eintritt etwas?

Das London Eye öffnet in der Regel um 10:00 Uhr. Die Schließzeit variiert je nach Saison. Da sich die Öffnungszeiten wöchentlich ändern können, empfehle ich, die aktuelle Zeit vor dem Besuch auf der offiziellen Website zu prüfen.

Im Januar ist das London Eye für einige Tage wegen der jährlichen Wartung geschlossen.

Der Eintritt ist nicht günstig. Es ist billiger online im Voraus zu buchen, als die Tickets an der Tageskasse zu kaufen. Die Preise variieren je nach Uhrzeit und Tag. Es gibt Standard-Tickets und Fast-Track-Tickets. Aktuelle Preise findest du auch auf der offiziellen Website.

Ausblick aus der Kapsel des London Eye auf den Shard und Canary Wharf
Ausblick nach Osten: The Shard und dahinter Canary Wharf.

Was solltest du über das London Eye wissen?

  • Tickets online buchen: Online ist es günstiger als an der Tageskasse und du sicherst dir deinen Wunschtermin. Beim Buchen wählst du bereits eine Uhrzeit, sei pünktlich vor Ort.
  • Nicht zu früh buchen: Das Wetter in London ist unberechenbar. Bei Nebel oder Regen ist die Sicht eingeschränkt und die Fahrt lohnt sich weniger. Ein paar Tage bis eine Woche im Voraus reicht.
  • Fast-Track-Tickets lohnen sich: Die Warteschlange kann lang sein. Mit Fast-Track-Tickets gehst du einfach daran vorbei.
  • Eingang wie am Flughafen: Es gibt eine Sicherheitskontrolle. Der Rucksack wird gescannt. Außerdem sind nur kleine Rucksäcke erlaubt.
Big Ben und London Eye vom Parliament Square aus, London
Von der richtigen Ecke siehst du Big Ben und das London Eye gleichzeitig.

Lohnt sich die Fahrt mit dem London Eye?

Kurz gesagt: ja. Aber mit einer ehrlichen Einschränkung.

Der Ausblick ist wirklich gut. Westminster, die Themse, der Shard, Canary Wharf. Du siehst London auf einen Blick. Für Fotografinnen kommt dazu, dass du Motive bekommst, die du von keinem anderen Punkt der Stadt aus hast. Allerdings hast du öfter mit schmutzigen Fenstern und Spiegelungen beim Fotografieren zu kämpfen.

Die ehrliche Einschränkung: Es ist eine touristische Attraktion und das merkst du. Die Tickets sind nicht günstig und ohne Fast-Track kann die Warteschlange lang werden. Wer das einkalkuliert, wird nicht enttäuscht.

Für mich war es ein Highlight des London-Trips. Wenn du das nächste Mal in London bist und überlegst, ob es sich lohnt: Buche den Abendslot, nimm die Kamera mit und schau, wie die Stadt unter dir leuchtet.

Kurzinfo London Eye

📍 Adresse: Riverside Building, County Hall, Westminster Bridge Road, London SE1 7PB
🕒 Öffnungszeiten: täglich ab 10:00 Uhr, Schließzeit je nach Saison (aktuelle Zeiten auf londoneye.com)
💰 Eintritt: kostenpflichtig, Preise variieren je nach Ticket, Uhrzeit und Tag
🚇 Anreise: Tube Station Waterloo (5 Min. zu Fuß) oder Westminster (4 Min. zu Fuß)
🍂 Beste Zeit: früher Abend für warmes Licht, Frühling und Herbst für weniger Andrang
🏛️ Besonderheit: eines der größten Aussichtsräder Europas, 360-Grad-Panorama über London

Kurz zusammengefasst

  • Das London Eye steht direkt an der Themse auf der South Bank und ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Londons.
  • Mit 135 Metern gehört es zu den größten Aussichtsrädern Europas.
  • Eine Runde dauert 30 Minuten. Das Rad dreht sich kontinuierlich und hält nicht an.
  • Für Fotografinnen gibt es zwei völlig unterschiedliche Motive: das Rad von außen und den Ausblick aus der Kapsel heraus.
  • Die besten Außenaufnahmen entstehen von der Westminster Bridge oder vom Embankment auf der Nordseite der Themse.
  • Ein Perspektivwechsel lohnt sich: Froschperspektive direkt unterm Rad, Detailaufnahmen der Gondeln, Konstruktionsdetails.
  • Der frühe Abend ist ein guter Zeitpunkt für die Fahrt. Das Licht über Westminster ist dann besonders schön.
  • Tickets online buchen und nicht zu früh, da das Wetter in London unberechenbar ist.
  • Es sind nur kleine Rucksäcke erlaubt. Es gibt eine Sicherheitskontrolle

Häufig gestellte Fragen zum London Eye

Eine Runde dauert etwa 30 Minuten. Plane für den gesamten Besuch inklusive Sicherheitskontrolle und Warteschlange etwas mehr Zeit ein.

Es ist empfehlenswert. Online ist es günstiger als an der Tageskasse und du sicherst dir deinen Wunschtermin. Die Warteschlange ohne Vorabbuchung kann sehr lang sein.

Ja. Besonders in der Hauptsaison und am Wochenende kann die Warteschlange sehr lang werden. Mit Fast-Track gehst du einfach daran vorbei.

Der frühe Abend lohnt sich nicht nur für Fotografinnen. Das Licht über Westminster ist dann schön warm. Frühling und Herbst sind ruhiger als der Sommer.

Bei guter Sicht siehst du Westminster, Big Ben, die Themse, St Paul’s Cathedral, den Shard und Canary Wharf. Bei sehr klarem Wetter reicht der Blick bis nach Windsor.

Es sind nur kleine Rucksäcke erlaubt. Der Eingang funktioniert wie am Flughafen. Taschen werden gescannt.

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