Der Setagayapark in Wien ist im Herbst einer der schönsten Plätze, um Farbe, Licht und Ruhe zu erleben. Die Mischung aus japanischer Gestaltung und Wiener Atmosphäre macht ihn zu einem besonderen Ort. Zwischen Ahorn, Ginkgo und Wasser findest du viele kleine Details, die sich mit der Kamera wunderbar einfangen lassen. In diesem Artikel zeige ich dir, was den Park im Herbst so besonders macht, welche Motive sich lohnen und wann sich ein Besuch am meisten auszahlt. Los geht’s!
Was macht den Setagayapark im Herbst so besonders?
Der Park liegt in Döbling, dem 19. Wiener Gemeindebezirk. Angelegt wurde der Park als Symbol der Freundschaft zwischen Döbling und dem Tokioter Stadtteil Setagaya.
Im Garten findest du alles, was typisch für japanische Gestaltung ist: einen Teich, einen kleinen Wasserfall, eine Brücke, eine Steinlaterne, eine Steinpagode und ein Teehaus. Das Teehaus ist leider dauerhaft geschlossen. Schade, denn es würde perfekt in die ruhige Stimmung des Gartens passen.
Im Herbst verwandelt sich der Park in ein Farbenmeer. Ahorn- und Ginkgobäume leuchten in Gelb, Orange und Rot. Das Licht tanzt auf dem Wasser. Einfach magisch.


Besonders schön ist die Brücke über den Teich. Sie ist ein beliebter Fotospot, nicht nur bei Touristen. Deshalb ist es auch kaum möglich, sie ohne Menschen zu fotografieren.

Es gibt jede Menge Sitzgelegenheiten, die zum Ausruhen und Verweilen einladen.
Der Park ist mit seinen 4.700 Quadratmetern nicht sehr groß. Du bist also sehr schnell eine Runde gegangen.
Wie gelingen dir schöne Fotos im Setagayapark?
Damit dir die Fotos im japanischen Garten Wiens besonders gut gelingen, helfen dir diese Fototipps:
- Bildaufbau: Nutze Symmetrie, klare Linien und harmonische Übergänge. Wege, Brücken und Wasserläufe eignen sich als führende Linien. Achte auf Spiegelungen im Wasser für Tiefe und Ruhe.
- Licht: Am schönsten ist das warme Nachmittagslicht, wenn die Sonne tief steht. Bei Sonne helfen Wolken oder Schatten, Überbelichtung zu vermeiden.
- Details & Makro: Ahornblätter oder anderes Laub sind perfekte Motive. Fotografiere mit offener Blende (f/2.8–4), spiele mit Gegenlicht und achte auf Farbverläufe. Gehst du ganz nah heran, wird das Blatt selbst zur Landschaft mit Linien und Schatten.
- Hintergrund: Achte auf einen ruhigen Hintergrund und fotografiere ein schönes Bokeh. Mehr darüber erfährst du in Was ist das Bokeh? und Ein schönes Bokeh fotografieren: So geht’s!
- Wasser & Bewegung: Mit langer Belichtungszeit (1/4–2 Sekunden) wird Wasser weich und fließend, mit kurzer frierst du Tropfen ein.
- Farbe & Stimmung: Rot und Gelb sind Akzente, Grün bringt Ruhe. Suche nach Kontrasten, aber halte das Gesamtbild harmonisch.
Welche Fotoausrüstung ist empfehlenswert?
Ein Kit-Objektiv ist ausreichend für die meisten Motive. Für manche Fotos, wie Gesamtaufnahmen, kann ich ein Weitwinkel-Objektiv empfehlen. Mit einem Makro-Objektiv oder einer Nahlinse kannst du einzelne Blätter und Blumen fotografieren.
Für eine Langzeitbelichtung des Wasserfalls brauchst du ein Stativ und einen ND-Filter. Dafür solltest du unter der Woche kommen, wenn nicht so viele Leute dort sind. Am Wochenende hast du auf der Brücke zu wenig Platz.
Welche Fotoausrüstung habe ich verwendet?
Ich habe mein Kit-Objektiv 18 bis 135 mm und mein Makro-Objektiv 105 mm verwendet.



Wann war ich dort?
Ich war am 16. Oktober 2022. Für Herbstfotos war es fast schon zu spät. Manche Bäume hatten da schon keine Blätter mehr, andere hatten gerade eine schöne Färbung.
Wenn du ungestört fotografieren willst, empfehle ich einen Wochentag am späten Nachmittag. Ich war an einem Sonntag am Nachmittag dort. Bei dem schönen Wetter an diesem Tag war sehr viel los.
Wie kommst du zum Setagayapark?
Rund um den Park gibt es Parkplätze, aber sie sind schnell vergeben. Nicht vergessen: In Wien gilt von Montag bis Freitag Kurzparkzone!
Öffentlich erreichst du den Park mit Bus 10A, 39A oder Straßenbahn 37, Haltestelle Barawitzkagasse.
Wann hat der Setagayapark geöffnet und kostet der Eintritt etwas?
Der Park ist von März bis Oktober geöffnet. Die genauen Öffnungszeiten findest du hier.
Der Eintritt ist kostenlos.
Tipps für deinen Besuch
- Hunde sind im Park nicht erlaubt.
- Es gibt einen barrierefreien Zugang.
Kurzinfo Setagayapark Wien
📍 Adresse: Hohe Warte 8, 1190 Wien
🕒 Öffnungszeiten: März – Oktober, täglich ab 7:00 Uhr
💰 Eintritt: kostenlos
🚇 Anreise: Bus 10A, 39A, Tram 37 (Barawitzkagasse)
🍁 Beste Zeit: Oktober
📸 Highlights: Brücke, Wasserfall, Ahornblätter, Spiegelungen
🐾 Hunde: nicht erlaubt
Ein Spaziergang durch den Setagayapark im Herbst dauert nicht lange, aber er bleibt in Erinnerung. Die intensiven Farben, das weiche Licht und die ruhige Atmosphäre machen ihn zu einem perfekten Ort, um kurz abzuschalten und den Herbst bewusst zu genießen. Wenn du gern fotografierst, findest du hier viele Motive, die sich mit wenig Aufwand lohnen. Und falls du den Park magst: Im Frühling ist er mit den Kirschblüten kaum wiederzuerkennen. Ein Besuch zu beiden Jahreszeiten zeigt, wie wandelbar dieser kleine Garten ist.
Kurz zusammengefasst
- Der Setagayapark ist ein japanischer Garten im 19. Wiener Bezirk.
- Im Herbst leuchten Ahorn- und Ginkgobäume in intensiven Farben.
- Der Park ist kostenlos zugänglich und ideal für ruhige Fotomomente.
- Beste Besuchszeit: Oktober, am späten Nachmittag.
- Erreichbar mit Bus 10A, 39A oder Tram 37.
Den Setagayapark findest du auch in meinem Buch-Tipp Verlockende Oasen. Das Buch habe ich in In verlockenden Oasen in Wien entspannen vorgestellt.
Tipps zum Fotografieren im Herbst findest du in meinem Blogartikel Fotografieren im Herbst: Fotoideen und Tipps.
Was im Frühling alles im Setagaypark blüht, erfährst du in Setagayapark im Frühling: Magnolien und Kirschblüten.

